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Hessen Bergstrasse - Tag 3 (34km)

Eine prima Nacht liegt hinter uns - Trotz Party im Tal mit lauter Musik haben wir beiden sehr gut geschlafen. Die Schnaken haben mich in Ruhe gelassen, dank dem HongKong - Insektenspray. Schon nach der zweiten Zeltnacht hat sich bereits eine kleine Routine eingespielt. Ich packe das Zelt zusammen und Riccardo bereiten den Kaffee zu. Um 8:15 sind wir wieder startklar. Es geht über den Nibelungen-Brunnen zurück nach Lindenfels. Riccardos Planung hatte eine kleine "Kleiber"- Abkürzung dabei. Ein alter sehr steiler Pfad der komplett überwuchert war. Dort wurden wir auch von den ersten Zecken angegriffen. Nach Lindenfels geht es durch ein feuchtes Tal - eigentlich das erste Wasser was wir unterwegs hatten - es fehlt der "Standard- Regen". Auf dem Weg treten wir fast auf einen riesigen Hirschkäfer. Ein sehr unbeweglich riesiges Insekt. Wir haben Mitleid und befördern es von der Straße - sind ja immerhin auf der Roten Liste. Kurz nach dem Käfer fängt es an zu Regnen - endlich - wir hatten schon gedacht wir können komplett ohne Niederschlag wandern. Die nächsten Kilometer geht es wie von Riccardo geplant, gefühlt über jeden Hügel bis wir endlich nach 16km Ober-Mossau erreichen. Begrüßt werden wir von 6 großen Bierlagertanks. In dem Ort ist die Schmucker-Brauerei. Im Brauerei-Gasthof sitzen wir im Biergarten und essen zusammen ein Flammkuchen. Dazu gibt es für jeden ein Probierbrett mit den Fassbieren der Brauerei. Danach überrede ich Riccardo noch zu einen Germknödel, gefüllt mit Sauerkirschen in Vanille-Sosse. Tatsächlich der erste Germknödel für Riccardo. Schweren Herze brechen wir wieder auf - die Strecken wird noch schnell gekürzt damit wir noch rechtzeitig in Fränkisch-Crumbach ankommen. Es sind immerhin weiter 16km bis zur Crumbacher Stuben. Die Stecke verläuft die ersten 4km auf einer Asphaltstrasse, dies ist aber auch sehr spannend, da wir durch schöne kleine Höfe kommen und in die grünen gepflegten Gärten sehen. Weiter durch Wald und Felder erreichen wir um 18:30 die Stuben in Crumbach - uns erwartet ein voller geselliger Biergarten mit Alt und Jung. Das Schnitzelangebot ist riesig, ich bestelle ein Cordon Bleu und Riccardo ein Salat mit Hühnchen und Kroketten. Eine tolle Localität, welche gefühlt immer weniger werden. Um 20:00 Uhr brechen wir zu unserer kleinen Waldhütte auf. Die letzten Meter sind immer sehr spannend, da wir nur anhand der Karte und der Landschaft abschätzen können was uns erwartet. Diesmal wieder ein Glückstreffer - die Hütte ist perfekt mit Aussicht. Nach dem Zellaufbau - wieder getrennt Betten - sitzen wir mit einer Flasche Schnucker Meister Pils auf unserer Privatbank und genießen die Aussicht.

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